Endodontie ist Teamarbeit

Bericht von Dr. Mirko Pomerenke

endo-03Bei wunderschönem, sonnigen Aprilwetter in Berlin hieß es nun schon zum zweiten Mal „Endodontie ist Teamarbeit“. Nach einem herzlichen Empfang durch die Referenten Dr. Jörg Schröder, Dr. Sebastian Riedel und Mario Müller Msc., sowie das gesamte Teams der endodontologischen Privatpraxis Berlin in den Räumlichkeiten der Health AG, sollte für die Teilnehmer ein zweitägiger Kurs mit vielen spannenden Fällen, tollen praktischen Übungen und zahlreichen Tipps und Tricks für die Praxis zu Hause starten. Nach kurzer Begrüßung durch Dr. Jörg Schröder und die Vorstellung des gesamten Teams ging es auch schon gleich los mit einem theoretischen Einstieg in die Materie.

Mit einer eigens hierfür vorbereiteten Präsentation und selbst produzierten Videos demonstrierte der Referent eindrucksvoll, worauf es bei einer idealen mikroskopischen endodontischen Behandlung im Team ankommt. Hierbei erläuterten die Referenten intensiv Themen wie die korrekte Positionierung von Arzt und Assistenz, die ideale Abstützung von Unterarmen und Händen und die Unterschiede der Behandlung im Ober- und Unterkiefer. Besonders eindrucksvoll war hierbei die nahezu blinde Instrumentenübergabe unter Mikroskop, welche nur durch Handzeichen und kurze verbale Kommandos erfolgte, wodurch der Behandler seine Konzentration kontinuierlich auf das Behandlungsgebiet richten konnte und zu fast keiner Zeit den Blick vom Mikroskop abwenden musste. endo-02Dieses „blinde“ Arbeiten wurde sowohl in „Vierhandtechnik“ also mit einer Assistenz, als auch in „Sechshandtechnik“ also mit zwei Assistenzen, demonstriert. Besonders eindrucksvoll waren hierbei die perfekten, flüssigen Abläufe zwischen den Behandlern und ihrem eingespielten Team. Nach einer kurzen Stärkung hieß es dann für die Teilnehmer: Selbst Handanlegen. Zunächst wurde von den Referenten Schritt für Schritt die „blinde“ Übergabe der Instrumente demonstriert und anschließend von den Teilnehmern wiederholt und immer wieder geübt. Im Laufe des Nachmittags kamen zahlreiche neue Übungen mit steigendem Schwierigkeitsgrad hinzu. Nach einem ersten, sehr erfolgreichen, aber auch anstrengenden Tag ging es für Teilnehmer samt Referenten und Team in das hervorragende italienische Restaurant „Non Solo Vini“. Bei leckerem Wein und tollem italienischen Essen fand hier der erste spannende Fortbildungstag einen gebührenden Abschluss.

endo-01An Tag zwei ging es für alle Teilnehmer in die Praxisräume der Spezialisten nach Berlin-Charlottenburg. Nach kurzer Begrüßung und Führung durch die Praxis demonstrierte jeder der drei Behandler seine Arbeitsabläufe in seinem jeweiligen eigens auf ihn abgestimmten Behandlungszimmer. Anschließend war es für die Teilnehmerteams selbst soweit. An Echtzahnmodellen, die am Phantomkopf eingespannt wurden, hieß es nun, das am Vortag Erlernte umzusetzen. Unter stetiger Anleitung der Referenten und mit viel Unterstützung des gesamten Teams konnte jeder Teilnehmer zunächst eine komplette endodontische Behandlung eines Oberkieferzahnes durchführen und die gelernten Handgriffe üben und verfeinern. Angefangen beim Anlegen des Kofferdamms, bis hin zur Obturation des Zahnes, konnten hier alle Abläufe geübt und jede auch noch so kleine Frage ausgeräumt werden.

Nach einem vorzüglichen Mittagessen bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein bei „Non solo Vini“ ging es am Nachmittag erneut an die Mikroskope und mit der Behandlung eines Unterkieferzahnes weiter. Als besonderes Highlight gab es für die Teilnehmer noch die Möglichkeit, Dr. Jörg bei der Livebehandlung eines Oberkiefermolarens über die Schulter zu schauen.

Mit vielen neuen Eindrücken und tollen Tipps und Anreizen für die eigene Praxis ging hiernach für die Teilnehmer ein tolles, sehr spannendes und lehrreiches Wochenende zu Ende.

Den Referenten und dem gesamten Team der endodontologischen Privatpraxis Berlin ein großes Dankeschön für die ausgesprochen gute und toll organisierte Fortbildung!