CEREC Grund- und Aufbaukurs Berlin
Dr. Alessandro Devigus
26.-27. Januar 2018

Bericht von ZA. Manuel Limberger

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Der zweitägige Kurs für CEREC und CAD/CAM Grundlagen hatte das Ziel, den Anwender in kleinen Gruppen kompetent auf das CEREC-System vorzubereiten.

cerec-2017-2Berlin im Winter, nass und kalt. Aufgeheitert wurden die Teilnehmer von dem sympathischen Schweizer CEREC-Spezialisten Dr. Alessandro Devigus im modernen Fortbildungszentrum der Digital Dental Academy (DDA). Ein Fortbildungszentrum, das sich sehen lassen kann. Neuste Behandlungseinheiten, mehrere Laborplätze und natürlich modernes Design, gepaart mit der Kompetenz des Referenten versprachen ein lehrreiches Wochenende. Zu Beginn wurde der Programmablauf von Organisator Dr. Derk Siebers, klar festgelegt. Der zweite Tag versprach eine Live-Behandlung mit einer chairside-Implantatversorgung. Das Wort ging nun an den Referenten. Der erste Teil beschäftigte sich mit der aktuellen Software, deren Verbesserungen und Neuerungen. Das Wichtigste zu Beginn, das Scannen. Am Modell wurde demonstriert, wie man anhand der „5Swipes“ Methode, schnell und fehlerfrei die relevanten Strukturen erfasst und evtl. Fehler vermeidet. 1. Von okklusal 90 Grad nach palatinal schwenken, dann nach anterior, zurück im 45 Grad Winkel, nach okklusal schwenken, nach anterior, dann 45 Grad bukkal und zum Schluss 90 Grad bukkal. Ein wichtiger Tipp war, nie auf den Monitor sondern auf das Modell bzw. das zu scannende Objekt zu schauen. Erst nachdem die 5Swipes beendet sind, sind eventuelle Korrekturen vornehmen. Im anschließenden Programmdurchlauf wurde eine einfache Restauration, einer Krone, detailliert und live gescannt, am CEREC-Bildschirm konstruiert, modelliert und anschließend geschliffen. Passgenauigkeiten wurden von den Teilnehmern genau kontrolliert.

cerec-2017-3Nach einer kleinen Zwischenstärkung mit Kaffee und Kuchen ging es weiter mit einer Übersicht der Materialien. Dr. Devigus setzte hier ein spezielles Augenmerk auf die neuen Materialien wie Hybridkeramiken und Composite, die für Ihn das größte Potential für die chairside CAD/CAM Behandlung haben. Die einfache Verarbeitung und die Möglichkeit der Korrektur gepaart mit einer natürlichen Ästhetik sind nur einige Faktoren. Der Abend näherte sich und der Großteil der Teilnehmer fand sich im Weinlokal Lochner in Berlin-Schöneberg ein. Bei köstlichem Wein und lockeren Fachgesprächen klang der Abend aus.

Den nächsten Tag begannen wir Dank des Schweizer Referenten pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk um halb 9. Dieser Tag drehte sich nur um die Möglichkeiten in der Implantatprothetik. Dr. Siebers stellte einen komplexen Fall aus seiner Praxis vor, zu dem sich sein Patient auch live mit einer neuen Implantatkrone versorgen ließ.

Allen Teilnehmern stand das Arbeitsmodell des Patienten aus der Zahntechnik zur Verfügung, an dem Sie das Implantat einscannen und unter Anleitung von Dr. Devigus designen konnten. Hauptaugenmerk war hier die Einschubachse der Implantate, sowie das Austrittsprofil.

Vor- und Nachteile sowie Indikationen von verschraubten bzw. verklebten Implantatkronen demonstrierte Dr. Devigus live auf der Leinwand. Nach mittlerweise einigen gefrästen Keramikblöcken, leeren Wassertanks und vollen Wasserfiltern der Schleifeinheiten waren nun Fälle an der Leinwand zu sehen, die demonstrierten, welche Möglichkeiten das CAD/CAM System eröffnet. Die Diskussionen über die Passgenauigkeiten ließen auch hier nicht auf sich warten.

Auch wenn Berlin niemals schläft, neigte sich der letzte Tag dem Ende zu. Ausgestattet mit neuem Input aus der digitalen Zahnheilkunde und weitreichender Inspiration der dentalen Zukunft endete ein tolles Wochenende.

Vielen Dank an den Organisator und den Referenten.

Uf wiederluege Alessandro! Mach et jut Berlin!